Eurobike – Der ( Fahr- ) Gerät

Spätestens in der 3. Halle ließ das „Habbe Will“ beim Anblick der neuen Mountainbikes nach. Diese ganzen grellbunten Bromanoschs mit integrierten Akkus in Ofenrohren sahen irgendwann alle gleich aus. Na klar, junge Leute trainieren auch auf eMTB´s. Doch bei Preisen ab € 4.000,– Euro aufwärts liegt die Kaufkraft doch eher bei den Leuten meiner Altersgruppe. Und wir sind viele. Die Babyboomer, in der Mehrzahl. Was zum Teufel reitet die Hersteller dann, fast nur eMTB´s mit Downhillgeometrie anzubieten? Nach einem Tag im Bikepark von Winterberg gelte ich als geheilt, was das Thema Downhill betrifft. Und wo sollen die Käufer alle fahren? Es wird eng in den Bergen.

Dann doch lieber fahren lassen. Auf der Spezi habe ich mich noch in der Holzklasse herumkutschen lassen, hier fand ich nun die königliche Version der Radkutsche.  

Viele Gedanken zum Thema Stabilität für Klappräder haben sich die Leute von UCycle aus Spanien gemacht. Seht selbst:

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Doch sie können nicht nur Klappräder, auch das Streetbike ist einzigartig:

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Bei Interesse hilft Anna sicher weiter.

Ein paar Meter weiter stand Berk mit den Ariel Rider Ebikes . Eine pfiffige Lösung sind der Cupholder und die Führung der Befestigungsgummis des Frontgepäckträgers:

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Sehr sehr stylisch und für 2 Personen geeignet ist der Stroler der Firma Lohner aus Österreich. Eine Mischung aus der guten alten Kreidler und einem Bonanzarad, aber absolut alltags- und soziustauglich:

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Ebenso alltags- und reisetauglich präsentierte sich das Ahooga aus Belgien. Auch hier standen Stabilität und leicht zu bedienender Klappmechanismus im Vordergrund. Die Diamantform des Rahmens wurde beibehalten:

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Wunderbar alltagstauglich auch die kleinen Rollen zum Schieben.

Neue Wege im Materialmix geht die Firma Drehmoment Bikes aus der Schweiz. Bambusfasern werden wie Kohlefasern behandelt. Das Ergebnis ist leicht, stabil und schön anzusehen. Für den Motor griff Drehmoment Bikes auf das Velosolex- Prinzip mit Reibrolle zurück.

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Aber Bambus hin, Alu her….. nichts geht über die Eleganz eines Titanrahmens. Die Jungs von The Urban Bike aus Singapur treiben das Design auf die Spitze:

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Wie aus dem 3D- Drucker, trotzdem alles Handarbeit. Interessant auch die Details mit den abnehmbaren Pedalen und dem drehbaren Ahead-Set Vorbau. Sinn des Ganzen sei, dass die Kunden diese Kunstwerke auch an die Wand hängen wollen, ohne vorher zu Schrauben:

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Hier überkam mich heftigstes „Habbe Will“……

Einige Kollegen bemängelten das Fehlen von Cargobikes. Ja, diese wurden an den Rand gedrängt, waren aber in großer Vielfalt mit den verschiedensten Konzepte zu sehen:

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Aus der Sicht des Fahrers
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Aus der Sicht des Fußgängers

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Auch ein Velomobil war zu sehen. Der Konstrukteur schien etwas unglücklich mit der Wahl der Messe und dem Zuspruch zu sein, ich habe ihm die Spezi 2018 in Germersheim empfohlen.

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Und ganz falsch waren die Anbieter dieser Laufräder, definitiv der falsche Ansatz für den Nachwuchs von uns Radlern:

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Und zum Schluß noch ein wenig ( Retro- ) Style:

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Wahlkampf – die nächste Antwort: wie stehen die Kandidaten meines Wahlkreises zum Speedpedelec?

Hier die Antwort der Kandidatin der FDP, Frau Stark-Watzinger:

Sehr geehrter Herr Ziegler,

bitte entschuldigen Sie meine späte Antwort, im Wahlkampfendspurt brauchen manche Sachen einfach etwas länger. Ich finde es gut und richtig, wenn Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen. Im städtischen Raum ist dies möglich. Ich muss täglich nach Frankfurt pendeln und sehe in der Stadt, dass das Fahrrad zu einem wichtigen Verkehrsträger geworden ist. Von den gesundheitlichen Vorteilen ganz zu schweigen.

Den Freien Demokraten ist bewusst, dass dem E-Bike in unserer umweltbewussten und schnelllebigen Zeit eine immer größerer Rolle zukommen wird. Diesen Trend muss man unterstützen und eben darum auch für neue Lösungen, neue Regelungen finden.

Ihre Anregungen sind daher sehr interessant und meiner Ansicht nach in vielen Fällen zielführend. Die Speedpedelecs in eine eigene, neue Fahrzeugkategorie zu fassen, kann dabei ebenfalls ein interessanter Ansatz sein. Wichtiger jedoch ist der Ausbau eines Wegenetzes, das für alle Verkehrsteilnehmer die optimale Nutzung möglich macht. Dies fordern wir bereits seit längerem auf Länderebene. Die Planung und Neugestaltung des Radwegenetz muss auf die aktuelle technische Entwicklung und das Nutzungsverhalten der Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen. Welche Rolle dabei z.B. Schnellfahrradwege spielen, ist aber immer im Einzelfall zu prüfen, denn der Bau in Breite und Beleuchtung ist auch immer wieder ein tiefgreifender Eingriff in die Natur.

 

Mit freundlichen Grüßen

Bettina Stark-Watzinger

Wahlkampf – die nächste Antwort: wie stehen die Kandidaten meines Wahlkreises zum Speedpedelec?

Hier die Antwort von Herrn Altenkamp, Kandidat der CDU:

 

Sehr geehrter Herr Ziegler,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte entschuldigen Sie, dass es eine Weile gedauert hat, bis ich die Zeit gefunden habe, Ihnen zu antworten. Aufgrund der Menge der Anfragen und der regulären Wahlkampfarbeit hatte ich bisher leider noch nicht genug Zeit, um ihnen adäquat zu antworten.

Ich finde Speedpedelecs ein sehr interessantes Thema. Bisher habe ich mich damit nicht näher befasst, habe aber nach Ihrer Anfrage ein wenig recherchiert und mich in das Thema eingelesen.

In der Tat handelt es sich um eine gute Alternative zum Auto auf den Wegen zur Arbeit oder bei kürzeren Distanzen. Ich finde es auch auf Reisen eine gute Möglichkeit, um sich fortzubewegen.

Ich denke, dass bisher die Dichte in Deutschland einfach noch nicht hoch genug war, um eine neue gesetzliche Regelung herbeizuführen. Ich kann mir aber gut vorstellen, das in meiner Zeit als Ihr Abgeordneter, sofern Sie mir Ihr Vertrauen schenken, anzupacken. Vielleicht kann man auch auf diesem Gebiet durch Subventionen oder Ähnliches – wie in der Automobilbranche – einen Anreiz schaffen, umzudenken und umzusteigen.

Ein Tempolimit innerorts, das grundsätzlich bei 30-35 km/h liegt, kann ich mir persönlich nur schwer vorstellen, da diverse Versuche dieser Art ja bereits gescheitert sind. Allerdings könnte ich mir alternativ eine Teilung der Radwege, eine Sonderspur auf den Straßen oder Ähnliches vorstellen. Ich bin mir sicher, dass man da eine gute Lösung finden kann, wenn man sich mit Experten zusammensetzt.

Eine Mitnahme in den ÖPNV und in der Bahn muss in der Tat möglich gemacht werden, da ich – wie Sie – auch keine Unterschiede zur normalen herkömmlichen Pedelecs sehe.

Ich werde Ihre Argumente und Ihre Hinweise auf jeden Fall mit nach Berlin nehmen und mich dafür einsetzen, dass wir die Gesetzeslage an die Entwicklung auf diesem Gebiet anpassen werden.

Ich freue mich über Ihre Stimme und darauf, Sie in Berlin vertreten zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bundestagskandidat

Norbert Altenkamp

Unsere StVZO – Altes aus Schilda

Was haben diese Gefährte laut StVZO gemeinsam?

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350 W, 28kg,  Vmax ohne Treten: 20km/h, Vmax mit Treten: 45 km/h, 0l/100 km, CO2 0g/km, Müsli
Vespa
4 KW, 110kg, Vmax 45km/h, 4,2l/ 100km, CO2 95g/ km,  50ccm 2-Takt,, Benzin/ Öl- Gemisch,   EURO 2, kein Kat
Aixam PKW
6 KW, 350kg,  Vmax 45 km/h, 3,6l/ 100km, CO2 80g/ km, 400ccm Diesel, EURO 4, kein Rußfilter
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4 KW, 350kg, Vmax 45 km//h, 3,7l/ 100km, CO2 92g/ km, 500ccm Diesel, EURO 4, kein Rußfilter

 

ALLES!!

Per Gesetz sind das Leichtkraftfahreuge L1e ( Zweirad ) oder L6e ( Vierrad ) mit der Höchstgeschwindigkeit ( Vmax ) von 45km/h,  Leergewicht max 425kg, Leistung max. 6 KW , Versicherungspflicht , d.h. Mopedkennzeichen. Führerscheinklasse AM ab 16 Jahren. Und dafür legt sich die Politik mächtig ins Zeug:

Führerschein

 

Und was haben diese beiden Gefährte laut StVZO gemeinsam:

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350 W, 28kg,  Vmax ohne Treten: 20km/h, Vmax mit Treten: 45 km/h, 0l/100 km, CO2 0g/km, Müsli
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250 W, 28kg,  Vmax ohne Treten: 6km/h, Vmax mit Treten: 25 km/h, 0l/100 km, CO2 0g/km, Müsli

NICHTS!! Rein gar nichts!! Nada!! Nothing!!

Das eine ist ein Leichtkraftrad, das Andere ein Fahrrad.

Tut was!

Eurobike – halte mich trocken

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Ja, so macht das Spass ……. Die Anrainer des Bodensees sind noch mit dem Bau von Archen beschäftigt, die Messebesucher trauen sich nicht aus den Zelten und die Lüftung meines Autos braucht eine Ewigkeit, bis ich wieder klare Sicht habe. Ich habe es vorgezogen, im Auto statt im Zelt zu schlafen, habe ja schliesslich ein Himmelbett eingebaut:

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Wahrscheinlich trug das dazu bei, dass ich, wenn ich mal gedankenverloren über die Messe schlenderte, unweigerlich bei Anbietern von wasserfesten Klamotten und Taschen landete. Oder angesprochen wurde, wie von diesem Herrn:

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Geniales Teil, dieser Fahrrad-Schirm. Leicht zu montieren und kann auch als normaler Regenschirm verwendet werden, zum Beispiel auf dem Campingplatz für den Gang zur Keramikausstellung. Wir Reisenden lieben diese „Double Use“ – Teile. Für diesen Schirm läuft seit Anfang September eine Kickstarterkampagne:

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Die enthusiastischen Leute von Red Rebane aus Schwerin haben DEN Rucksack für Radler erfunden.

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Natürlich wasserdicht, aus Segeltuch. Der Clou: die Halterungen für jeden Gepäckträger lassen sich per Zipper lösen und in einer kleinen Tasche am Rucksackboden unterbringen. Das heisst für den Alltag: beim Tragen bohren sich die Befestigungselemente nicht in Hüfte oder Rücken. Und der Rücken bleibt nach einer Regenfahrt sauber, wenn man den Rucksack aufsetzt.

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Es gibt auch dazu eine Kickstarterkampagne. Go for it!

Die Partner am Red Rebane Stand sind die Leute von Auguste86 . Die Jacke, die Ihr rechts seht, ist sehr hochwertig mit pfiffigen Details wie zum Beispiel eine eingearbeitete Reflektorenkette. Sie wird massgefertigt.

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Alles made in Mecklenburg- Vorpommern!

Draußen hatte Gudrun Müller mit ihrer Firma Nixnas einen Stand. 3 Tage in Kälte und Regen hielt sie in ihrer eigenen Kreation aus. Ich habe mich so nett mit ihr unterhalten und dabei das Fotografieren vergessen. Gudrun hat mir aber noch ein Bild nachgeschickt.

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Der Mantel ist leicht, angenehm und stylisch gefüttert und das Beste: absolut businesstauglich. Auch hier wieder: „Double Use“ , Rad und Business.  Zur Zeit in Frankreich erhältlich.  Anfragen könnt Ihr hier auch auf Deutsch.  Ihr bekommt auch eine deutschsprachige Antwort 🙂 . Demnächst in Deutschland? Ich hoffe es. Fragt nach dem Newsletter.

Gegen kalte und nasse Füsse hilft Sealskinz. War ein Tipp eines Kollegen, so musste ich mir die Socken einmal live ansehen. Die neueste Kreation hat einen hohen Bambusfaseranteil, das soll noch besser Feuchtigkeit von der Haut fernhalten als Merino.

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Diese junge Dame durfte die Socken den ganzen Tag testen, ich werde es im Herbst mal versuchen:

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Eine super Kombinationsjacke gibt es von der Firma Tucano Urbano. Zu Recht bekam sie den diesjährigen Award. Absolut durchdachte Kombi aus Regenjacke, Winterjacke und Poncho. Mit tollen Details wie z.B den integrierten Regenhandschuhen:

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Und für den Nachwuchs gibt es auch einen muckeligen „Sack“ für den Fahrradsitz. Eines Tages werde ich hoffentlich Enkel haben. Wenn diese dann ansatzweise so sind wie ihre Mutter oder Vater, werden sie es lieben:

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Und zu guter Letzt sollen auch die Räder nicht im Nassen stehen bleiben Die Leute von VeloSock testen gerade ihre Fahrradsocke unter Dauerregen. Stylisch ist die Sache allemal:

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Damit die Räder nicht so im Regen stehen bleiben müssen:

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Eurobike – auf der Suche nach dem Speed

1400 Aussteller – jede Menge „Haben Wollen!“. „Der Gerät“ in seiner reinsten Form für uns eBiker. Deshalb Konzentration auf die Mission, Alltag und Reisen mit dem schnellen Pedelec. Was haben die Aussteller dazu zu bieten. Der erste Weg führt natürlich zu Riese&Müller. Ich gebe zu, mein Einstieg mit einem verwunderten „Ihr könnt ja auch schöne Farben“ war für die Herren dort etwas schwierig, wurde aber souverän gemeistert. Martktanalysen hätten ergeben, dass in Nordeuropa und Holland Schwarz und Weiss als hochwertig gelten. Darauf sei die Produktpalette ausgerichtet.

Bei R&M legen sie Wert darauf, das eBike als eigenständiges Fahrzeug zu zeigen, deshalb werden Motor und Akku nicht versteckt. Gut so, ofenrohrgroße Unter- und Oberrohre sind auch nicht mein Ding. Und hier noch mal mein Appell, den ich am Messestand auch hielt: lasst den Standardakku nicht sterben. Er passt in Taschen und Rucksäcke und wer die Dinger mal über die Berge geschleppt hat, weiss Kompaktheit und Griffe zu schätzen.

R&M glaubt nach wie vor an das Speedpedelec, jedes Modell ist als HS-Version erhältlich. Aber Lobbyarbeit dafür? Ich hatte dazu ein sehr gutes Gespräch mit Jörg Lange in der Bloggerbase, was es zu vertiefen gilt.

Nächster Besuch: Brose. Auch hier die Frage: kann der Einfluß des großen Automobilzulieferers dazu genutzt werden, die Unwissenheit der Politik zu beseitigen? Na ja, Brose hätte da was im Programm, aber so richtig angreifen? Ich bekam die Kontakte zum Marketing, vielleicht kann ich da ein paar Akzente setzen.

Bosch: kein Interesse für Lobbyarbeit zum Thema Speedpedelec. Marktanteil sei 1%, lohnt sich nicht, man sei ja schließlich ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen.

Klever: na ja, wenn der Kunde ein Speedpedelec will, bekommt er es.

Stromer: läuft doch, in der Schweiz ist das Speedpedelec ein Renner – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Anderen: in homöopatischen Dosen waren Speedpedelecs ausgestellt. Ich erkannte es immer nur an den Nummernschildhaltern.

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Wie ein Mitblogger schon schrieb, waren staatliche Stellen so gut wie nicht vertreten. Der einzige Vertreter des Verkehrsministeriums stellte den sogenannten „digitalen Radweg“ vor. Aber auch er meinte nur, ein Speedpedelec sei in Kleinkraftrad und gehöre auf die Straße. Und das sei gut so. 45 km/h wären ja gefährlich. 300 km/h mit dem Auto offensichtlich nicht………….

Ich habe einen Eindruck mitgenommen: die Chance, in den Zeiten des Dieselskandals ein Speedpedelec als Alternative zum Auto zu platzieren, wurde nicht genutzt. Aktionen der Hersteller zum Thema Speedpedelec in Richtung Politik, genauer Verkehrsausschuß des Bundestages gibt es ( noch ) nicht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht braucht´s ja den einen oder anderen Blogger dazu, den Politikern und Herstellern so richtig auf die Nerven zu gehen 🙂 .

Das Thema Reisen hat sich auch schnell erledigt: auch wenn Bikepacking DER Trend der Eurobike war: was in die Taschen hineingehört, wurde nicht gezeigt. Ausrüstung? Fehlanzeige. Auch hier galt: die Anwendungen, die die Lust zum Reisen, Camping = Overnighten 😉  wecken kann, fehlten. Wir 50+er wollen Lösungen, nicht nur Produkte!

Ich fand viele Produkte und Lösungen, die den Alltag leichter machen. Dazu mehr im nächsten Blog.

Eurobike – Kurze Eindrücke im Rückblick

Verkehrte Welt: da die DB-App eine Fahrtzeit von + 12 Stunden und 7 x Umsteigen auswarf, musste ich mit dem Auto zur Fahrrad- Leitmesse fahren. Und im Sauerland schien die Sonne, während sie in der Bodenseeregion langsam darüber nachdenken können, Archen zu bauen.

Zuerst aber vielen Dank an Mirjam und Gunnar, die die Bloggerbase und das Programm hervorragend organisiert haben. Prominenter Standort direkt neben der großen Bühne, das Frühstück mit Supportern, die Führung und die Möglichkeit, mit Firmen und Mitbloggern konstruktive Gespräche zu führen. Man merkt, der Wrider´s Club wird nicht nur als verlängerter Arm der Marketingabteilungen gesehen.

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Laut Mirjam waren es so viele Aussteller wie nie, nämlich 1400 Aussteller auf der Messe, davon ca. 100 neue, meistens Start-Up´s.  Die sogenannten Großen, die auf der Eurobike nicht mehr ausstellen, habe ich nicht vermisst. Denn das gefühlt 593ste und 594ste eMTB mit im Unterrohr integriertem Akku als „Innovation“ musste ich nun auch nicht sehen. Für Leute, die Ideen für das Leben und Reisen mit dem Fahrrad haben, und diese mit Leidenschaft umsetzen und vermarkten, besuche ich die Eurobike. Und da gab es sehr viele.

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Die Enthusiasten von Red Rebane

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Undercover

Das Thema „Reisen“ war am Samstag auf der Bühne auch super präsentiert. Tanja und Dennis Katzer  sowie Susanne Brüsch weckten die Reiselust.

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Deshalb hier mein erster Appell an die Veranstalter: überdenkt das Konzept noch einmal. Gebt den Start-Up´s und Innovationen eine Chance, sich auch Endkunden zu präsentieren.

Die großen Hersteller werden sich bedingt durch das eBusiness zukünftig viel mehr mit dem Endkunden auseinandersetzen müssen. Ich kann den Wunsch nach einer reinen Fachbesuchermesse nicht nachvollziehen. Seht Euch mal den Werdegang der Cebit an, die sind den gleichen Weg gegangen. In die Bedeutungslosigkeit!

Denn das anfangs erwähnte  „Verkehrtewelt-Gefühl“ sollte mich die gesamte Messe über nicht ganz verlassen: gezeigt wurden lediglich Produkte, von denen die meisten am zweiten Messetag kaum noch unterscheidbar waren. Höher, Größer und Weiter führt im Ergebnis zu ähnlichen Lösungen.  Auf die Spitze getrieben hat es dieser Aussteller:

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Wo bleiben die Anwendungen, Mobilitätskonzepte, Alltagskonzepte, der Lifestyle, das Fahrad- Freiheits -Gefühl?

Ich hatte viele tolle Gespräche, viele Visitenkarten, Kataloge und Fotos. In den nächsten Blogs werde ich Euch über meine Highlights zu Reisen und Alltag mit dem Speedpedelec berichten.

 

 

Wahlkampf – Die erste Antwort: wie stehen die Kandidaten meines Wahlkreises zum Speedpedelec?

Nach einem halben Tag habe ich diese Antwort von Frau Dr. Seewald , SPD, bekommen:

Lieber Herr Ziegler,

vielen Dank für Ihre Anfrage, bei der ich selbst einige Punkte lernen durfte. Gerne versuche ich Ihre Fragen bezüglich der Nutzungserleichterungen für Speedpedelecs zu beantworten und gehe auf die einzelnen inhaltlichen Aspekte ein:

Allg. Geschwindigkeitsbeschränkung in den Städten auf Tempo 30 bzw. 35:

Ich kann mir eine Ausweitung von Tempo 30 sowie einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel (Standard Tempo 30, Ausschilderung bei Tempo 50 und nicht wie derzeit geltend umgekehrt) gut vorstellen. Dennoch wird es weiterhin Hauptverkehrsstraßen mit Tempo 50 geben müssen und deshalb lehne ich eine grundsätzliche Einschränkung auf Tempo 30 ab.

Schaffung einer eigenen Fahrzeugkategorie:

Dies erscheint mir sinnvoll, weil zwar Geschwindigkeiten von Kleinkrafträdern erreicht werden, aber eben kein Verbrennungsmotor genutzt wird. Die Probleme der derzeit groben Einordnung zeigen sich gerade beim Thema Mitnahme im ÖPNV.

Mitnahme ÖPNV:

Moderne Verkehrssysteme leben von der Vernetzung. Daher sollte eine Mitnahme im ÖPNV ermöglicht werden, da keine Verbrennungsstoffe im Fahrzeug enthalten sind.

Versicherungspflicht und Kennzeichnen:

Ich teile Ihre Auffassung, dass diese Regelung bestehen bleiben sollte, da die Räder sehr schnell werden können und Personenschäden bei Unfällen wahrscheinlich sind.

TÜV und Nutzung von Radwegen sowie Wald- und Forstwegen:

Grundsätzlich hören sich Ihre Argumente nachvollziehbar an. Ich würde aber gerne die Argumente der anderen Seite – etwa aus Technik, Verkehrsexperten sowie aus dem Umwelt- und Naturschutz (bei Waldwegen etwa) – hören. Hierzu ist ein Anhörungsverfahren während der Gesetzgebung der sinnvollste Weg, um verschiedene Fachmeinungen zu hören und dann zu einer Abwägung zu kommen. Daher möchte ich mich auf Grund fehlender Hintergrundinformationen in diesen Punkten noch nicht festlegen, wenngleich ich Ihren Argumenten zunächst einmal positiv gegenüber stehe.

In Berlin werde ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Verkehrsbereich für eine Überarbeitung der StvZo und weiterer verkehrspolitischer Themen und für ein breites Anhörungsverfahren einsetzen, mit dem Ziel E-Mobilität in allen Bereichen zu stärken. Mein Wahlkampffahrzeug ist übrigens ein BMWi3.

Herzliche Grüße

Ilja-Kristin Seewald

Wahlkampf – Wie stehen die Kandidaten meines Wahlkreises zum Speedpedelec?

Jetzt blicken Sie wieder von den Laternenmasten hinab, stehen in den Fußgängerzonen, treten im Fernsehen auf und wollen von unsere Stimme.

Die Gelegenheit, Einfluß zu nehmen, jede Stimme zählt. Also habe ich folgende Mail an „meine“ Kandidaten geschickt:

Sehr geehrte(r) Kandidat(in)

Sie möchten von mir gewählt werden. Dazu habe ich dieses Thema:

Seit 4 Jahren fahren meine Frau und ich ein sogenanntes Speedpedelec oder S-Pedelec. Das ist ein Elektrofahrrad, welches bis 45 km/h unterstützt. Es unterscheidet sich von einem normalen Elektrofahrrad technisch nur dadurch, dass der Motor etwa 40% mehr Dauerleistung hat und bei 25 km/h nicht abriegelt. Es gibt keinen Gasgriff, man muß immer treten und bergauf ist man sogar langsamer als die neueste Generation elektrischer Mountainbikes. Das Ding stinkt nicht und produziert keine Abgase. Und 45 km/h sind wirklich anstrengend, in der Ebene pendelt sich die Geschwindigkeit bei 35 – 40 km/h ein.

Warum auch immer, werden die Speedpedelecs als Kleinkrafträder eingestuft, also mit Motorrollern gleichgestellt. Das bedeutet im Wesentlichen:

  • Radwege und Fahrradschutzstreifen dürfen Inner- und Ausserorts nicht benutzt werden
  • Wald- und Forstwege dürfen nicht genutzt werden
  • Es muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Kennzeichenpflicht
  • Technische Änderungen, z.B für verbesserte Sitzhaltung darf nicht ohne Abnahme durch TÜV vorgenommen werden
  • Das Rad darf nicht im ÖPNV und Bahn transportiert werden

Für uns ist das Speedpedelec auf dem Weg zur Arbeit und auf Reisen ein Ersatz fürs Auto. Wir haben so ca. 25.000 Autokilometer eingespart. Da der Weg zur Arbeit 20km beträgt, wäre ein langsames, normales Pedelec keine echte Alternative zum Auto. Viele Verkehrsexperten sehen das genau so.

In der Schweiz und Holland dürfen die Speedpedelecs außerorts bewegt werden wie normale Fahrräder, dort ist der Anteil dieser Fahrzeuge höher als in Deutschland.

Damit die umweltfreundlichen Speedpedelecs nicht aussterben und diese eine wirkliche Alternative zum Auto werden können, sollte:

  • eine eigene Fahrzeugkategorie geschaffen werden
  • Radwege außerorts, Wald- und Forstwege freigegeben werden. Auf viel befahrenen Strecken ggfls. mit Tempolimit. Wenn Tempolimits beim Auto funktionieren, warum nicht beim Speedpedelec?
  • Tempo 30 oder 35 km/h für Alle in Städten. Dann kann der Speedpedelecfahrer im Autoverkehr gefahrlos mithalten
  • Mitnahme in ÖPNV und Bahn: Masse und Gewichte sind wie beim normalen Pedelec, es gibt kein Öl oder Benzin, es macht keinen Dreck, es geht keine Gefahr aus………..
  • Versicherungspflicht und Kennzeichen sollen bleiben
  • Dass nur bestimmte Teile getauscht werden können, ist ok. Nur sollte sich das an der Sicherheit und nicht nach formell bestimmten Kriterien wie Außenmassen etc. richten

Für eine Verkehrswende kann das Speedpedelec dann eine große Rolle spielen.

Über die StvZO und die generelle Verkehrspolitik wird in Berlin entschieden, also entscheiden Sie!

Wenn ich Sie wählen soll, wie werden Sie sich im Bundestag zu diesem Thema einbringen? Wenn ja, wie?

Da ich einen Blog www.speedpedelecbiker.blog zum Thema Speedpedelec schreibe, werde ich Ihre Antwort auch dort einstellen. Schauen Sie doch einfach mal dort rein, vielleicht bekommen Sie Lust, mit einem Speedpedelec zu Reisen oder es im Alltag zu nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Ziegler

 

Ich bin sehr gespannt auf die Antworten. Ihr werdet sie hier lesen.

 

2xAlpX – der doppelte Alpencross: Wege und Routen mit dem Speedpedelec

Habe ich es schon erwähnt? Ich bin jetzt Mitglied im Wrider´s Club und damit Influencer. Diese Bloggerbase ist eine tolle Sache, hier haben Enthusiasten und Anwender eine mit der Industrie interaktive Plattform. Mal sehen, wie es mit dem influenzen so klappt. Gerade beim Thema Speedpedelec ist da noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

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Nicht durch eine Laune der Natur, sondern wegen Unkenntnis und Ignoranz des Behördenapparates und seiner Entscheider wird unser Speedpedelec mit einem Motorroller gleichgestellt. Obwohl der einzige technische Unterschied, wohlgemerkt einzige Unterschied zu einem 25er Pedelec darin besteht, dass der Motor bei 25 km/h nicht abregelt. Wir wurden oft darauf angesprochen bzw. in den Bergen von anderen Bikern blöd angemacht, deshalb noch mal zum Mitschreiben: dat Ding hat keinen Gasgriff! Man muss treten! Und zwar ordentlich! Bergauf mehr als mit dem CX. Und es stinkt nicht und macht keinen Krach.

Deshalb habe ich keine Hemmungen, eine Tour auf Radwegen, Forstwegen und auch Singletrails zu planen. Als verantwortliche Erwachsene über 50 sind wir in der Lage, rücksichtsvoll zu fahren. Und innerorts wird auf der Straße gefahren. Mit breitem Kreuz und Selbstbewusstsein. Auch wenn´s dem deutschen Autofahrer nicht gefällt.

Die Route durch Hessen bis nach BW hinein habe ich mit dem alten! Radroutenplaner Hessen geplant ( den Neuen habe sie verschlimmbessert, gibt längere Routen aus ).

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Wir haben Tante Nyon im Einsatz, deshalb habe ich alle geplanten Routen ins eBike- Connect als GPX hochgeladen.

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Für alle weiteren Planungen habe ich mich für Outdooractive entschieden. Der Routenplaner für Baden-Württemberg gibt merkwürdige Routen raus und Bayern hat erst gar keinen für das normale Radwegenetz, nur für Fernradwege. Auch für Österreich und Südtirol war  Outdooractive am detailliertesten. Im Gegensatz zu Koomot lassen sich bei Outdooractive die Routen als GPX exportieren.

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Die Bosch-Connect-Routenplanung kam nicht in Frage, für ein Speedpedelec werden meistens nur StVO – konforme Routen geplant, also Straßen. Diese Info wird wohl beim Synchronisieren gesetzt. Kurioserweise gab es Ausnahmen, die eher zufällig waren als bestimmten Regeln zu folgen, also unverlässlich waren. Mit den importierten GPX zeigte uns Tante Nyon überwiegend den richtigen Weg. Manchmal schienen die Kartenbasis der Planer und Bosch etwas unterschiedlich zu sein, dann war Tante Nyon lost in Space:

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Und die Realität am Starmberger See:

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Eines war richtig schlecht: das beschilderte Radwegenetz in Bayern und teilweise auch in Österreich scheinen nicht digitalisiert zu sein. Weder Outdooractive noch Bosch haben uns auf den beschilderten Radwegen geführt, sondern oft über Straßen. Blöd, wenn man sich Ortsnamen beim Planen nicht notiert. Und die alte Nyon Software das Verschieben der Karte zur Orientierung nicht zugelassen hat. Wir mussten uns manches Mal entscheiden, ob wir den Schildern oder Tante Nyon folgen sollten. Das Navi hatte noch einen Nachteil: Tante Nyon zeigt nicht immer die Ortsnamen an, so wussten wir oft nicht, wo genau wir waren.

Überhaupt Bayern: abseits der Fernradwege nicht unbedingt das Land des Radlers. Je nach Landkreis war die Beschilderung gut oder grottenschlecht. Das galt auch für die Wege: mal super Radweg, im nächsten Landkreis eine zufällige Zusammenstellung von Wirtschaftswegen. Hessen und BW sind da durchgängiger. Bayern ist definitiv Autoland.

In Österreich gibt es in den Tälern meist gute Radwege, allerdings etwas unauffällig beschildert.

In Südtirol, besonders im Eisack-, Puster- und Drautal haben die Behörden richtig investiert. An den Straßen große Hinweisschilder zu den Radwegen, durchgängig auffällige Beschilderung oder Richtungszeichen auf dem Asphalt, tolle Wegeführung abseits der Hauptstrassen, gute Routeninfos. Sogar Verkehrszähler gibt es.

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Fazit: wenn es der Speedpedelecbiker nicht allzu ernst mit der StVO nimmt, kann er mit Hilfe der Routenplaner und Tante Nyon sorgenfrei wunderbare Routen fahren. Auf den Straßen sowohl inner- als auch außerorts bleibt es zwiespältig: offensichtlich löst ein Speedpedelec beim normalen Autofahrer, aber besonders dem Deutschen im Ausland, eine Art Zwang zum Überholen aus. Und wenn das bedeutet, dass man 20cm Abstand hält, innerorts auf 80 beschleunigen muss, 60 in einer 30er Zone fährt oder Verkehrsinseln streift, Hauptsache vorbei. Wir waren immer froh, wieder auf den Radwegen, Forstwegen oder Singletrails zu fahren. Hier ist Lobbyarbeit bzw. heftiges Influencen nowendig.

Velo Frankfurt

Natürlich mussten wir der Velo Frankfurt auch einen Besuch abstatten. Verhieß das Programm doch, dass dort nicht nur die üblichen Verdächtigen wie die Fahrradhersteller zu finden sind, sondern auch kleine und feine Manufakturen, die sich mit dem Thema Fahrrad und Fahrradfahrer beschäftigen. Zum Beispiel ausgefallene Taschen:

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Kindersitze und Taschen am passenden Bike für den nächsten Nordsee-Familienurlaub:

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Lastenbikes und Lastenbike- Konzepte:

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Lösungen für Familien mit Zwillingen:

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Das ist zwar sehr interesant, aber nur für Minimalisten. Wir mögen es selbst einen Tick komfortabler:

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Und dann gabe es noch Schmuckstücke fürs Wohnzimmer und zum Cruisen von Teamwork 46 :

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Delirium Furiosum – Alternative Fakten 1835 und 2016

Anlässlich der Eröffnung der ersten deutschen Bahnverbindung am 7. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth warnte angeblich das bayerische Obermedizinalkollegium: Bahnfahrten schneller als 30 Kilometer pro Stunde würden bei den Reisenden wie bei den Zuschauern unfehlbar schwere Gehirnerkrankungen, eine Art Delirium furiosum, erzeugen.

Heute wissen wir, es gab kein bayerisches Obermedizinalkollegium. Diese Behauptung warfen die Gegner der Eisenbahnlinie Nürnberg – Fürth seinerzeit in den Raum.

Dazu im Vergleich die Stellungnahme des ADFC zum Thema S-Pedelec auf Schnellradwegen ( Zitat aus RP-Online ):

Dennoch ist der ADFC skeptisch: „Wenn mit dem Vorschlag der Bundesregierung S-Pedelecs gemeint sind, halten wir ihn für ausgesprochen riskant. Wenn auf Radwegen neben Radlern, die im Durchschnitt rund 15 Stundenkilometer fahren, in Zukunft auch hochmotorisierte S-Pedelecs mit der dreifachen Geschwindigkeit unterwegs sind, wird das Unfallrisiko deutlich steigen.“

oder:

Mit dem großen Geschwindigkeitsunterschied machen wir das kaputt, was Radinfrastruktur ausmacht“ ( ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork bei busy-streets.de )

Hallo ADFC, aufwachen! Ihr scheint echt zu glauben, dass wir S-Pedelec Radler dem Delirium Furiosum anheimfallen oder was sonst? Fakenews 1835 und Fakenews 2016 – ich sehe keinen Unterschied:

Hier werden Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit mit einander verglichen, damit es schön reisserisch aussieht. Rennradler erreichen auch 45km/h auf der Geraden. Ich sogar auf dem Bio-Bike, wenn es leicht bergab geht. Ich konnte weder bei anderen noch bei mir ein Delirium feststellen. Dagegen mittlere bis schwere Anfälle von Rücksichtslosigleit bei ALLEN Typen von Radlern. Geschwindigkeitsunabhängig!

Hallo ADFC – Sprecher, Ihr haltet uns wohl echt für zu doof, unsere Geschwindigkeit anzupassen. Fahrt Ihr, wenn Ihr denn mal Auto fahrt, grundsätzlich immer und überall Vollgas? Wenn man Euren Argumenten folgt, scheint es so zu sein.

Wir werden zu diesem Thema noch viel schreiben. Schreibt uns Eure Kommentare und Anregungen dazu.

Bikers of London

Auch wenn Boris Johnson bei uns als der große Brexit- Trottel bekannt wurde, als Londoner Bürgermeister hat er das Fahrradfahren in der City extrem gefördert. Es gibt jede Menge Radspuren, die Parks sind freigegeben und es gibt an jeder Straßenecke die Mietfahrräder, die sogenannten Boris – Bikes. Als Folge sieht man jede Menge Biker, die sich im Stadtverkehr tummeln. Hier eine kleine Auswahl:

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Die Boris Bikes vor unserem B&B in Camden Town
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Wetter ist auch im November Ansichtssache
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Nicht ganz ungefährlich, wenn die Busse überholen. Trotz aller Gerüchte, die Verkehrsteilnehmer in London sind zwar völlig unerschrocken, aber rücksichtsvoll.
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Style ist ein Muss.
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Es war im November!
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Customizing at it´s best
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Und ohne Training geht gar nichts.

Die Spezi in Germersheim

Auch schnelle eBike – Treter möchten wissen, was sich außer konventionellen Bikes im Bereich „Alternative zur Blechdose“ so tut. Wo ging das besser als auf der Spezialradmesse in Germersheim, liebevoll genannt „Spezi“. 

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Testrides
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Testride

Hier gibt es 3 Hallen, ein Freigelände, 3 Testparcours und jede Menge interessante Besucherfahrzeuge. Highlight ist der Testparcour für alle möglichen Gefährte: vom Liegezweirad über das 3-Rad Tandem bis zum Lastenrad konnten wir alles testen. Damit die Testfahrer nicht übertreiben, haben die meisten Hersteller die Elektroantriebe deaktiviert. Die Geschwindigkeiten auf dem Rundkurs sind trotzdem sehr hoch. Im Kleinen bekamen wir eine ungefähre Vorstellung davon, wie es im Oval von Indianapolis zugehen muss.

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Testparcour
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Testparcour

Elektroräder können übrigens auf einem Extra-Parcour getestet werden. Am interessantesten waren hier die Hersteller von Nachrüstsätzen im Vergleich zu serienmässigen eBikes.

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Wie schon im Vorjahr sind wir mit dem guten Gefühl nach Hause gefahren, dass es immer mehr Firmen und Erfinder gibt, die alltagstaugliche Alternativen zur Blechdose im Programm haben. Besonders die Lastenbikes werden immer praxistauglicher. Und dass die Szene lebt, wie viele skurile Gefährte beweisen.

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Und zu guter Letzt haben wir noch den Urvater unserer S-Pedelecs gefunden:

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Warum S- Pedelec?

Ganz einfach, wegen des Arbeitsweges, hin und zurück: insg. 34 km, hin ca. 300hm, zurück ca. 500 hm, nie ganz eben. Überwiegend Kommunalstraßen, ein paar Forstwege. Typisch Sauerland halt.

  • Mit dem Biobike: hin 1h, zurück 1h 20min => machbar, aber nicht wirklich schön, besonders nicht im Winter nach der Arbeit
  • Mit dem Miet-Flyer: hin 50min, zurück 1h 05 min => etwas besser, bleischwer, das Ding
  • Mit KTM und 250W BionX, getuned: hin 40min, zurück 1h => schon mal ein Anfang
  • Jetzt die S-Pedelecs: mit Delite und 500W BionX: hin 30min, zurück 50min => so passte es schon mal, der große BionX war leider etwas schwach ab 10% Steigung
  • Mit dem Delite, Bosch Classic: hin 29min, zurück 40min => das habe ich jetzt seit 3 Jahren.
  • Mal sehen, was mit dem neuen Delite mit Performance Speed geht………….

Die größten Zeitunterschiede gibt es  dabei an leichteren Steigungen und/ oder mit Gegenwind: mit dem Biobike fahre ich 15 km/h, das 25er steigt bei 25 km/h natürlich aus, mit dem S-Ped geht es dagegen mit 30  – 35km/h weiter.

Und wenn ich jetzt doch mal 1 -2 Stunden lang nach Hause fahre, was ich oft tue, ist es bestimmt nicht der direkte Weg.

Fazit: S-Pedelec = schnellerer Weg von und zur Arbeit = mehr Zeit zum Biken!