Eurobike – halte mich trocken

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Ja, so macht das Spass ……. Die Anrainer des Bodensees sind noch mit dem Bau von Archen beschäftigt, die Messebesucher trauen sich nicht aus den Zelten und die Lüftung meines Autos braucht eine Ewigkeit, bis ich wieder klare Sicht habe. Ich habe es vorgezogen, im Auto statt im Zelt zu schlafen, habe ja schliesslich ein Himmelbett eingebaut:

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Wahrscheinlich trug das dazu bei, dass ich, wenn ich mal gedankenverloren über die Messe schlenderte, unweigerlich bei Anbietern von wasserfesten Klamotten und Taschen landete. Oder angesprochen wurde, wie von diesem Herrn:

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Geniales Teil, dieser Fahrrad-Schirm. Leicht zu montieren und kann auch als normaler Regenschirm verwendet werden, zum Beispiel auf dem Campingplatz für den Gang zur Keramikausstellung. Wir Reisenden lieben diese „Double Use“ – Teile. Für diesen Schirm läuft seit Anfang September eine Kickstarterkampagne:

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Die enthusiastischen Leute von Red Rebane aus Schwerin haben DEN Rucksack für Radler erfunden.

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Natürlich wasserdicht, aus Segeltuch. Der Clou: die Halterungen für jeden Gepäckträger lassen sich per Zipper lösen und in einer kleinen Tasche am Rucksackboden unterbringen. Das heisst für den Alltag: beim Tragen bohren sich die Befestigungselemente nicht in Hüfte oder Rücken. Und der Rücken bleibt nach einer Regenfahrt sauber, wenn man den Rucksack aufsetzt.

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Es gibt auch dazu eine Kickstarterkampagne. Go for it!

Die Partner am Red Rebane Stand sind die Leute von Auguste86 . Die Jacke, die Ihr rechts seht, ist sehr hochwertig mit pfiffigen Details wie zum Beispiel eine eingearbeitete Reflektorenkette. Sie wird massgefertigt.

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Alles made in Mecklenburg- Vorpommern!

Draußen hatte Gudrun Müller mit ihrer Firma Nixnas einen Stand. 3 Tage in Kälte und Regen hielt sie in ihrer eigenen Kreation aus. Ich habe mich so nett mit ihr unterhalten und dabei das Fotografieren vergessen. Zum Vorstellen hier ein Prospektauszug:

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Der Mantel ist leicht, angenehm und stylisch gefüttert und das Beste: absolut businesstauglich. Auch hier wieder: „Double Use“ , Rad und Business.  Zur Zeit in Frankreich erhältlich.  Demnächst in Deutschland? Ich hoffe es.

Gegen kalte und nasse Füsse hilft Sealskinz. War ein Tipp eines Kollegen, so musste ich mir die Socken einmal live ansehen. Die neueste Kreation hat einen hohen Bambusfaseranteil, das soll noch besser Feuchtigkeit von der Haut fernhalten als Merino.

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Diese junge Dame durfte die Socken den ganzen Tag testen, ich werde es im Herbst mal versuchen:

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Eine super Kombinationsjacke gibt es von der Firma Tucano Urbano. Zu Recht bekam sie den diesjährigen Award. Absolut durchdachte Kombi aus Regenjacke, Winterjacke und Poncho. Mit tollen Details wie z.B den integrierten Regenhandschuhen:

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Und für den Nachwuchs gibt es auch einen muckeligen „Sack“ für den Fahrradsitz. Eines Tages werde ich hoffentlich Enkel haben. Wenn diese dann ansatzweise so sind wie ihre Mutter oder Vater, werden sie es lieben:

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Und zu guter Letzt sollen auch die Räder nicht im Nassen stehen bleiben Die Leute von VeloSock testen gerade ihre Fahrradsocke unter Dauerregen. Stylisch ist die Sache allemal:

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Damit die Räder nicht so im Regen stehen bleiben müssen:

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Eurobike – auf der Suche nach dem Speed

1400 Aussteller – jede Menge „Haben Wollen!“. „Der Gerät“ in seiner reinsten Form für uns eBiker. Deshalb Konzentration auf die Mission, Alltag und Reisen mit dem schnellen Pedelec. Was haben die Aussteller dazu zu bieten. Der erste Weg führt natürlich zu Riese&Müller. Ich gebe zu, mein Einstieg mit einem verwunderten „Ihr könnt ja auch schöne Farben“ war für die Herren dort etwas schwierig, wurde aber souverän gemeistert. Martktanalysen hätten ergeben, dass in Nordeuropa und Holland Schwarz und Weiss als hochwertig gelten. Darauf sei die Produktpalette ausgerichtet.

Bei R&M legen sie Wert darauf, das eBike als eigenständiges Fahrzeug zu zeigen, deshalb werden Motor und Akku nicht versteckt. Gut so, ofenrohrgroße Unter- und Oberrohre sind auch nicht mein Ding. Und hier noch mal mein Appell, den ich am Messestand auch hielt: lasst den Standardakku nicht sterben. Er passt in Taschen und Rucksäcke und wer die Dinger mal über die Berge geschleppt hat, weiss Kompaktheit und Griffe zu schätzen.

R&M glaubt nach wie vor an das Speedpedelec, jedes Modell ist als HS-Version erhältlich. Aber Lobbyarbeit dafür? Ich hatte dazu ein sehr gutes Gespräch mit Jörg Lange in der Bloggerbase, was es zu vertiefen gilt.

Nächster Besuch: Brose. Auch hier die Frage: kann der Einfluß des großen Automobilzulieferers dazu genutzt werden, die Unwissenheit der Politik zu beseitigen? Na ja, Brose hätte da was im Programm, aber so richtig angreifen? Ich bekam die Kontakte zum Marketing, vielleicht kann ich da ein paar Akzente setzen.

Bosch: kein Interesse für Lobbyarbeit zum Thema Speedpedelec. Marktanteil sei 1%, lohnt sich nicht, man sei ja schließlich ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen.

Klever: na ja, wenn der Kunde ein Speedpedelec will, bekommt er es.

Stromer: läuft doch, in der Schweiz ist das Speedpedelec ein Renner – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Anderen: in homöopatischen Dosen waren Speedpedelecs ausgestellt. Ich erkannte es immer nur an den Nummernschildhaltern.

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Wie ein Mitblogger schon schrieb, waren staatliche Stellen so gut wie nicht vertreten. Der einzige Vertreter des Verkehrsministeriums stellte den sogenannten „digitalen Radweg“ vor. Aber auch er meinte nur, ein Speedpedelec sei in Kleinkraftrad und gehöre auf die Straße. Und das sei gut so. 45 km/h wären ja gefährlich. 300 km/h mit dem Auto offensichtlich nicht………….

Ich habe einen Eindruck mitgenommen: die Chance, in den Zeiten des Dieselskandals ein Speedpedelec als Alternative zum Auto zu platzieren, wurde nicht genutzt. Aktionen der Hersteller zum Thema Speedpedelec in Richtung Politik, genauer Verkehrsausschuß des Bundestages gibt es ( noch ) nicht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht braucht´s ja den einen oder anderen Blogger dazu, den Politikern und Herstellern so richtig auf die Nerven zu gehen 🙂 .

Das Thema Reisen hat sich auch schnell erledigt: auch wenn Bikepacking DER Trend der Eurobike war: was in die Taschen hineingehört, wurde nicht gezeigt. Ausrüstung? Fehlanzeige. Auch hier galt: die Anwendungen, die die Lust zum Reisen, Camping = Overnighten 😉  wecken kann, fehlten. Wir 50+er wollen Lösungen, nicht nur Produkte!

Ich fand viele Produkte und Lösungen, die den Alltag leichter machen. Dazu mehr im nächsten Blog.

Eurobike – Kurze Eindrücke im Rückblick

Verkehrte Welt: da die DB-App eine Fahrtzeit von + 12 Stunden und 7 x Umsteigen auswarf, musste ich mit dem Auto zur Fahrrad- Leitmesse fahren. Und im Sauerland schien die Sonne, während sie in der Bodenseeregion langsam darüber nachdenken können, Archen zu bauen.

Zuerst aber vielen Dank an Mirjam und Gunnar, die die Bloggerbase und das Programm hervorragend organisiert haben. Prominenter Standort direkt neben der großen Bühne, das Frühstück mit Supportern, die Führung und die Möglichkeit, mit Firmen und Mitbloggern konstruktive Gespräche zu führen. Man merkt, der Wrider´s Club wird nicht nur als verlängerter Arm der Marketingabteilungen gesehen.

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Laut Mirjam waren es so viele Aussteller wie nie, nämlich 1400 Aussteller auf der Messe, davon ca. 100 neue, meistens Start-Up´s.  Die sogenannten Großen, die auf der Eurobike nicht mehr ausstellen, habe ich nicht vermisst. Denn das gefühlt 593ste und 594ste eMTB mit im Unterrohr integriertem Akku als „Innovation“ musste ich nun auch nicht sehen. Für Leute, die Ideen für das Leben und Reisen mit dem Fahrrad haben, und diese mit Leidenschaft umsetzen und vermarkten, besuche ich die Eurobike. Und da gab es sehr viele.

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Die Enthusiasten von Red Rebane

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Undercover

Das Thema „Reisen“ war am Samstag auf der Bühne auch super präsentiert. Tanja und Dennis Katzer  sowie Susanne Brüsch weckten die Reiselust.

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Deshalb hier mein erster Appell an die Veranstalter: überdenkt das Konzept noch einmal. Gebt den Start-Up´s und Innovationen eine Chance, sich auch Endkunden zu präsentieren.

Die großen Hersteller werden sich bedingt durch das eBusiness zukünftig viel mehr mit dem Endkunden auseinandersetzen müssen. Ich kann den Wunsch nach einer reinen Fachbesuchermesse nicht nachvollziehen. Seht Euch mal den Werdegang der Cebit an, die sind den gleichen Weg gegangen. In die Bedeutungslosigkeit!

Denn das anfangs erwähnte  „Verkehrtewelt-Gefühl“ sollte mich die gesamte Messe über nicht ganz verlassen: gezeigt wurden lediglich Produkte, von denen die meisten am zweiten Messetag kaum noch unterscheidbar waren. Höher, Größer und Weiter führt im Ergebnis zu ähnlichen Lösungen.  Auf die Spitze getrieben hat es dieser Aussteller:

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Wo bleiben die Anwendungen, Mobilitätskonzepte, Alltagskonzepte, der Lifestyle, das Fahrad- Freiheits -Gefühl?

Ich hatte viele tolle Gespräche, viele Visitenkarten, Kataloge und Fotos. In den nächsten Blogs werde ich Euch über meine Highlights zu Reisen und Alltag mit dem Speedpedelec berichten.

 

 

Wahlkampf – Die erste Antwort: wie stehen die Kandidaten meines Wahlkreises zum Speedpedelec?

Nach einem halben Tag habe ich diese Antwort von Frau Dr. Seewald , SPD, bekommen:

Lieber Herr Ziegler,

vielen Dank für Ihre Anfrage, bei der ich selbst einige Punkte lernen durfte. Gerne versuche ich Ihre Fragen bezüglich der Nutzungserleichterungen für Speedpedelecs zu beantworten und gehe auf die einzelnen inhaltlichen Aspekte ein:

Allg. Geschwindigkeitsbeschränkung in den Städten auf Tempo 30 bzw. 35:

Ich kann mir eine Ausweitung von Tempo 30 sowie einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel (Standard Tempo 30, Ausschilderung bei Tempo 50 und nicht wie derzeit geltend umgekehrt) gut vorstellen. Dennoch wird es weiterhin Hauptverkehrsstraßen mit Tempo 50 geben müssen und deshalb lehne ich eine grundsätzliche Einschränkung auf Tempo 30 ab.

Schaffung einer eigenen Fahrzeugkategorie:

Dies erscheint mir sinnvoll, weil zwar Geschwindigkeiten von Kleinkrafträdern erreicht werden, aber eben kein Verbrennungsmotor genutzt wird. Die Probleme der derzeit groben Einordnung zeigen sich gerade beim Thema Mitnahme im ÖPNV.

Mitnahme ÖPNV:

Moderne Verkehrssysteme leben von der Vernetzung. Daher sollte eine Mitnahme im ÖPNV ermöglicht werden, da keine Verbrennungsstoffe im Fahrzeug enthalten sind.

Versicherungspflicht und Kennzeichnen:

Ich teile Ihre Auffassung, dass diese Regelung bestehen bleiben sollte, da die Räder sehr schnell werden können und Personenschäden bei Unfällen wahrscheinlich sind.

TÜV und Nutzung von Radwegen sowie Wald- und Forstwegen:

Grundsätzlich hören sich Ihre Argumente nachvollziehbar an. Ich würde aber gerne die Argumente der anderen Seite – etwa aus Technik, Verkehrsexperten sowie aus dem Umwelt- und Naturschutz (bei Waldwegen etwa) – hören. Hierzu ist ein Anhörungsverfahren während der Gesetzgebung der sinnvollste Weg, um verschiedene Fachmeinungen zu hören und dann zu einer Abwägung zu kommen. Daher möchte ich mich auf Grund fehlender Hintergrundinformationen in diesen Punkten noch nicht festlegen, wenngleich ich Ihren Argumenten zunächst einmal positiv gegenüber stehe.

In Berlin werde ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Verkehrsbereich für eine Überarbeitung der StvZo und weiterer verkehrspolitischer Themen und für ein breites Anhörungsverfahren einsetzen, mit dem Ziel E-Mobilität in allen Bereichen zu stärken. Mein Wahlkampffahrzeug ist übrigens ein BMWi3.

Herzliche Grüße

Ilja-Kristin Seewald

Wahlkampf – Wie stehen die Kandidaten meines Wahlkreises zum Speedpedelec?

Jetzt blicken Sie wieder von den Laternenmasten hinab, stehen in den Fußgängerzonen, treten im Fernsehen auf und wollen von unsere Stimme.

Die Gelegenheit, Einfluß zu nehmen, jede Stimme zählt. Also habe ich folgende Mail an „meine“ Kandidaten geschickt:

Sehr geehrte(r) Kandidat(in)

Sie möchten von mir gewählt werden. Dazu habe ich dieses Thema:

Seit 4 Jahren fahren meine Frau und ich ein sogenanntes Speedpedelec oder S-Pedelec. Das ist ein Elektrofahrrad, welches bis 45 km/h unterstützt. Es unterscheidet sich von einem normalen Elektrofahrrad technisch nur dadurch, dass der Motor etwa 40% mehr Dauerleistung hat und bei 25 km/h nicht abriegelt. Es gibt keinen Gasgriff, man muß immer treten und bergauf ist man sogar langsamer als die neueste Generation elektrischer Mountainbikes. Das Ding stinkt nicht und produziert keine Abgase. Und 45 km/h sind wirklich anstrengend, in der Ebene pendelt sich die Geschwindigkeit bei 35 – 40 km/h ein.

Warum auch immer, werden die Speedpedelecs als Kleinkrafträder eingestuft, also mit Motorrollern gleichgestellt. Das bedeutet im Wesentlichen:

  • Radwege und Fahrradschutzstreifen dürfen Inner- und Ausserorts nicht benutzt werden
  • Wald- und Forstwege dürfen nicht genutzt werden
  • Es muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Kennzeichenpflicht
  • Technische Änderungen, z.B für verbesserte Sitzhaltung darf nicht ohne Abnahme durch TÜV vorgenommen werden
  • Das Rad darf nicht im ÖPNV und Bahn transportiert werden

Für uns ist das Speedpedelec auf dem Weg zur Arbeit und auf Reisen ein Ersatz fürs Auto. Wir haben so ca. 25.000 Autokilometer eingespart. Da der Weg zur Arbeit 20km beträgt, wäre ein langsames, normales Pedelec keine echte Alternative zum Auto. Viele Verkehrsexperten sehen das genau so.

In der Schweiz und Holland dürfen die Speedpedelecs außerorts bewegt werden wie normale Fahrräder, dort ist der Anteil dieser Fahrzeuge höher als in Deutschland.

Damit die umweltfreundlichen Speedpedelecs nicht aussterben und diese eine wirkliche Alternative zum Auto werden können, sollte:

  • eine eigene Fahrzeugkategorie geschaffen werden
  • Radwege außerorts, Wald- und Forstwege freigegeben werden. Auf viel befahrenen Strecken ggfls. mit Tempolimit. Wenn Tempolimits beim Auto funktionieren, warum nicht beim Speedpedelec?
  • Tempo 30 oder 35 km/h für Alle in Städten. Dann kann der Speedpedelecfahrer im Autoverkehr gefahrlos mithalten
  • Mitnahme in ÖPNV und Bahn: Masse und Gewichte sind wie beim normalen Pedelec, es gibt kein Öl oder Benzin, es macht keinen Dreck, es geht keine Gefahr aus………..
  • Versicherungspflicht und Kennzeichen sollen bleiben
  • Dass nur bestimmte Teile getauscht werden können, ist ok. Nur sollte sich das an der Sicherheit und nicht nach formell bestimmten Kriterien wie Außenmassen etc. richten

Für eine Verkehrswende kann das Speedpedelec dann eine große Rolle spielen.

Über die StvZO und die generelle Verkehrspolitik wird in Berlin entschieden, also entscheiden Sie!

Wenn ich Sie wählen soll, wie werden Sie sich im Bundestag zu diesem Thema einbringen? Wenn ja, wie?

Da ich einen Blog www.speedpedelecbiker.blog zum Thema Speedpedelec schreibe, werde ich Ihre Antwort auch dort einstellen. Schauen Sie doch einfach mal dort rein, vielleicht bekommen Sie Lust, mit einem Speedpedelec zu Reisen oder es im Alltag zu nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Ziegler

 

Ich bin sehr gespannt auf die Antworten. Ihr werdet sie hier lesen.

 

2xAlpX – der doppelte Alpencross: Wege und Routen mit dem Speedpedelec

Habe ich es schon erwähnt? Ich bin jetzt Mitglied im Wrider´s Club und damit Influencer. Diese Bloggerbase ist eine tolle Sache, hier haben Enthusiasten und Anwender eine mit der Industrie interaktive Plattform. Mal sehen, wie es mit dem influenzen so klappt. Gerade beim Thema Speedpedelec ist da noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

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Nicht durch eine Laune der Natur, sondern wegen Unkenntnis und Ignoranz des Behördenapparates und seiner Entscheider wird unser Speedpedelec mit einem Motorroller gleichgestellt. Obwohl der einzige technische Unterschied, wohlgemerkt einzige Unterschied zu einem 25er Pedelec darin besteht, dass der Motor bei 25 km/h nicht abregelt. Wir wurden oft darauf angesprochen bzw. in den Bergen von anderen Bikern blöd angemacht, deshalb noch mal zum Mitschreiben: dat Ding hat keinen Gasgriff! Man muss treten! Und zwar ordentlich! Bergauf mehr als mit dem CX. Und es stinkt nicht und macht keinen Krach.

Deshalb habe ich keine Hemmungen, eine Tour auf Radwegen, Forstwegen und auch Singletrails zu planen. Als verantwortliche Erwachsene über 50 sind wir in der Lage, rücksichtsvoll zu fahren. Und innerorts wird auf der Straße gefahren. Mit breitem Kreuz und Selbstbewusstsein. Auch wenn´s dem deutschen Autofahrer nicht gefällt.

Die Route durch Hessen bis nach BW hinein habe ich mit dem alten! Radroutenplaner Hessen geplant ( den Neuen habe sie verschlimmbessert, gibt längere Routen aus ).

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Wir haben Tante Nyon im Einsatz, deshalb habe ich alle geplanten Routen ins eBike- Connect als GPX hochgeladen.

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Für alle weiteren Planungen habe ich mich für Outdooractive entschieden. Der Routenplaner für Baden-Württemberg gibt merkwürdige Routen raus und Bayern hat erst gar keinen für das normale Radwegenetz, nur für Fernradwege. Auch für Österreich und Südtirol war  Outdooractive am detailliertesten. Im Gegensatz zu Koomot lassen sich bei Outdooractive die Routen als GPX exportieren.

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Die Bosch-Connect-Routenplanung kam nicht in Frage, für ein Speedpedelec werden meistens nur StVO – konforme Routen geplant, also Straßen. Diese Info wird wohl beim Synchronisieren gesetzt. Kurioserweise gab es Ausnahmen, die eher zufällig waren als bestimmten Regeln zu folgen, also unverlässlich waren. Mit den importierten GPX zeigte uns Tante Nyon überwiegend den richtigen Weg. Manchmal schienen die Kartenbasis der Planer und Bosch etwas unterschiedlich zu sein, dann war Tante Nyon lost in Space:

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Und die Realität am Starmberger See:

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Eines war richtig schlecht: das beschilderte Radwegenetz in Bayern und teilweise auch in Österreich scheinen nicht digitalisiert zu sein. Weder Outdooractive noch Bosch haben uns auf den beschilderten Radwegen geführt, sondern oft über Straßen. Blöd, wenn man sich Ortsnamen beim Planen nicht notiert. Und die alte Nyon Software das Verschieben der Karte zur Orientierung nicht zugelassen hat. Wir mussten uns manches Mal entscheiden, ob wir den Schildern oder Tante Nyon folgen sollten. Das Navi hatte noch einen Nachteil: Tante Nyon zeigt nicht immer die Ortsnamen an, so wussten wir oft nicht, wo genau wir waren.

Überhaupt Bayern: abseits der Fernradwege nicht unbedingt das Land des Radlers. Je nach Landkreis war die Beschilderung gut oder grottenschlecht. Das galt auch für die Wege: mal super Radweg, im nächsten Landkreis eine zufällige Zusammenstellung von Wirtschaftswegen. Hessen und BW sind da durchgängiger. Bayern ist definitiv Autoland.

In Österreich gibt es in den Tälern meist gute Radwege, allerdings etwas unauffällig beschildert.

In Südtirol, besonders im Eisack-, Puster- und Drautal haben die Behörden richtig investiert. An den Straßen große Hinweisschilder zu den Radwegen, durchgängig auffällige Beschilderung oder Richtungszeichen auf dem Asphalt, tolle Wegeführung abseits der Hauptstrassen, gute Routeninfos. Sogar Verkehrszähler gibt es.

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Fazit: wenn es der Speedpedelecbiker nicht allzu ernst mit der StVO nimmt, kann er mit Hilfe der Routenplaner und Tante Nyon sorgenfrei wunderbare Routen fahren. Auf den Straßen sowohl inner- als auch außerorts bleibt es zwiespältig: offensichtlich löst ein Speedpedelec beim normalen Autofahrer, aber besonders dem Deutschen im Ausland, eine Art Zwang zum Überholen aus. Und wenn das bedeutet, dass man 20cm Abstand hält, innerorts auf 80 beschleunigen muss, 60 in einer 30er Zone fährt oder Verkehrsinseln streift, Hauptsache vorbei. Wir waren immer froh, wieder auf den Radwegen, Forstwegen oder Singletrails zu fahren. Hier ist Lobbyarbeit bzw. heftiges Influencen nowendig.

2xAlpX – der doppelte Alpencross: die ganze Geschichte in Highlights

Unser letzter Versuch, Kärnten zu erreichen, ist, wie Ihr gelesen habt, 2014 in Rosenheim wegen schlechten Wetters geendet. In diesem Jahr sind wir das Ganze erneut angegangen und haben unser Ziel in Kärnten erreicht. Und mehr als das: unter freundlicher „Mithilfe“ der österreichischen Bundesbahn haben wir die Alpen ein zweites Mal auf einem klassischen Weg überquert.

Wir haben wieder Zelt und Schlafsäcke eingepackt, dazu Klamotten für 2 -3 Wochen, auf Kocher, Geschirr etc. haben wir verzichtet, wollten ja schliesslich Urlaub haben. Das Wetter war für die nächsten Tage nicht ganz verheissungsvoll vorhergesagt, wir hatten aber volle Regenausrüstung.

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Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, hatten wir vorher kein spezielles Fitnessprogramm durchgezogen.

Frohen Mutes ging es los, nach 100 Metern war erst mal Stopp und dann Basteln angesagt. Die Erhöhung des Luftdruckes um 0,5 bar führte dazu, dass der Reifen an einer Schraube des Schutzbleches schliff. Danke dafür an den Hersteller…..

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Frankfurt haben wir uns erspart und sind mit der S-Bahn nach Langen gefahren. Unsere Route sollte zunächst durch den Odenwald und die schwäbische Alb zur Donau führen. Von dort weiter über Augsburg zum Ammersee, Starnberger See und ab Tegernsee über den ersten Buckel nach Österreich ins Inntal. Weiter durchs Zillertal hoch zum Schlegeisspeicher und aufs Pflitscherjoch, das Pustertal hoch und zum guten Schluß durchs Lesachtal hinunter nach Kötschach-Mauthen, von uns liebevoll Kötschach-Mountain genannt. Dort wollten wir ein paar Tage bleiben und dann nach einem Abstecher an den Wörthersee mit der Bahn zurück nach Königstein. Ein guter Plan, die Strecken dazu habe ich bei „Outddooractive“ geplant und auf Tante Nyon geladen.

Die Fahrt durch den Odenwald war schön und ereignisarm, nach einer Übernachtung in Amorbach holte uns das schlechte Wetter in Jagsthausen ein. In der Götzenburg – ja eben die vom „er könne mich mal im Arsche lecken – Götz“ – baten wir um Herberge, einen Stall für unsere Stahlrösser und einige Elektronen für diese. Wir kamen im Erkerzimmer unter, die Rösser im ehemaligen Marstall.

Im Herrenzimmer wurden wir feudal versorgt.

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Am nächsten Morgen war alles gut, nur hatte der Sommer beschlossen, der Regenzeit zu weichen. Beim Start regnete es wenig, später dann mehr. In Waldenburg am Rande der Alb schüttete es wie aus Kübeln.

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In einem Cafe durften wir erst mal unsere Klamotten in den Trockner werfen. Bei Kaffee und Kuchen beschlossen wir nach Blick in diverse Wetter-Apps, in Schwäbisch Hall im Hotel Hohenlohe einzuchecken. Die haben dort einen direkten Zugang zu Sauna und Solebad und genau danach stand uns der Sinn, wenn wir schon eine Schlechtwetterfront auszusitzen hatten. Völlig durchweicht kamen wir an, wurden freundlich bedauernd aufgenommen und durften unsere nassen Klamotten direkt in den Heizungskeller schieben. dscn02621.jpg

Die Schuhe brauchten 2 Tage zum Trocknen, was uns etwas mitleidig verwunderte Blicke einbrachte, als wir bei 13 Grad in Sandalen die Stadt besichtigten. Schwäbisch Hall ist  übrigens wunderschön.

Nach einem Tag Zwangspause ging es über die letzten offiziellen Schotterstraßen Deutschlands an die Donau.

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Obwohl uns Bayern mit einer im Vergleich zu Baden-Württemberg eher unausgeprägten Radwegeinfrastruktur empfing…

Blick nach Bayern:

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Blick nach Baden Württemberg:

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………. erreichten wir nach 3 Tagen unser erstes geplantes Etappenziel direkt an den Bergen, den Tegernsee. Ab hier hatte ich die Alpenüberfahrt anhand der Beschreibung des Alpencross light von ULP – Tours geplant: Tegernsee, Valepp, Erzherzog-Johann-Klause – Inntal über Schotterwege.

Der Aufstieg ins Valepp Tal ging über eine ruhige Mautstraße. Schnell waren 1000m Höhe erreicht und damit die Grenze nach Österreich.

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Wir wissen nicht, ob J.R.R. Tolkien die gleiche Tour machte, aber wir sind in Bruchtal angekommen:

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Es war heiss und ein Highlight dieser Tour war der Eiscafe in einem der schönsten Seitentäler Österreichs.

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Der Übergang zum Zillertalradweg war nicht ganz leicht zu finden, Tante Nyon hatte uns etwas in die Irre geführt, aber die Täler in Österreich sind recht überschaubar. Die Richtung war ja klar. In Zell am Ziller gönnten wir uns bei herrlichstem Sommerwetter einen Ruhetag, bevor wie den Aufstieg zum Schlegeisspeicher und dem Pfitscherjoch in Angriff nahmen.

Bei ULP hiess es: „Die Tour führt über schöne Wald- und Forstwege vom Tegernsee ins Pustertal. Mit 3200 Höhenmetern und 183 Kilometern eine Transalp für Einsteiger…….. Bis auf wenige Schiebestrecken lässt sich alles gut fahren.“ Passt, dachten wir, schliesslich sind wir im Sauerland und Westerwald die eine oder andere Mountainbikestrecke auch mit Gepäck abgefahren. Und die galten als mittelschwer…….

Für den Teil Tegernsee bis Schlegeisspeicher stimmte das, auch der Singletrail zur Umfahrung eines Tunnels ist mit Gepäck auf den Delites prima zu fahren.

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Der Schlegeisspeicher ist auf 1800m Höhe gelegen, das sind etwa 1250 hm ab Zell und war damit die erste größere Herausforderung der Tour. Die Staumauer sieht fast so aus, als sei ein verbotenes Land dahinter, die Klapperschlange lässt grüßen:

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Doch zum Glück konnten wir noch Kaiserschmarrn und Knödel bei fantastischer Aussicht genießen, bevor wir zu Teil 2 aufbrachen.

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Hinter dem Schlegeisspreicher könnte man auch noch fahren, ab und zu zwingen einen aber grobe Blöcke zum Absteigen. Nach dem 5. Mal Absteigen schiebt man lieber, wie alle anderen Biker auf Biobikes übrigens auch. Wer die Strecke kennt, kommt hier sicher auch auf dem Bike sitzend weiter.

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Ab halbem Weg gibt es immer mehr Tragepassagen: d.h. 20 kg Gepäck hochtragen, zurück. Akkus hochtragen – zurück. Räder hochtragen – weiter. Stutzig wirst Du dann, wenn Dir jeder Biobiker mit geschultertem Rad entgegenkommt. Habe ich schon erwähnt, dass in allen Beschreibungen nix von Tragen stand? Wir waren nicht die Einzigen, die das so gelesen haben, allerdings die Einzigen, die eBikes und Campingzeugs dabei hatten. Dazu kamen jede Menge Wanderer. Die Kommentare hatten die Bandbreite „Respekt!“ bis „seid´s Ihr völlig deppert?“. Wir haben alles getragen wie am Mount Everest beschrieben: 2 Schritte, stehenbleiben, Luft holen, 2 Schritte…….. . Ab und zu standen wir Schlange. Ich dachte: wenn ich sterbe, bleibe ich bestimmt hier liegen. Vielleicht schaffe ich es in die Wegbeschreibung wie „Green Shoes“ am Everest: an der weißen Ortlieb Tasche links vorbei……….

 

Schieben……

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Tragen: wer hier zoomen kann, sieht andere Biketräger

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Tragen:

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Ein Kinderspiel:

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Für die 5 km bis zum Joch brauchten wir 4 Stunden und waren fix und fertig. An der Lavitzalm standen Handwerkerautos mit abgefahrenen Reifen. Prima, dachten wir, jetzt können wir fahren. Denkste: dankenswerterweise wurden die Wege neu gekiest und nicht gewalzt. Also haben wir die letzen Höhenmeter weiter geschoben………..

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Aber: wir haben es geschafft!

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Die Abfahrt geht über wunderbar glatte Schotterstraßen hinunter in Pfitschtal. Traumhaft!

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Und das Abendessen war dann das Beste der ganzen Tour. Eine waschechte italienische Familie kochte Südtiroler Spezialitäten für ihre überwiegend italienischen Gäste ihrer Pension.

Am nächsten Morgen rollten wir gemütlich runter ins Eisacktal, assen mittags bei der Franzensfeste eine der besten Pizzas Italiens…..

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…… und fuhren dann den wunderschönen und super ausgeschilderten Pustertal- Radweg hinauf nach Toblach. Der Campingplatz am Toblacher See ist sehr schön, auf der Zeltwiese kommt Basecamp Atmosphäre auf.

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Nur noch eine Etappe durchs Lesachtal- und wir haben unser Ziel Kötschach- Mountain erreicht. Ein Bad in der Gail war bei fast 40 Grad Lufttemperatur die Krönung der Tour.

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Der Campingplatz in Kötschach – Mountain war völlig überfüllt, wir mussten unser Zelt direkt an der Straße aufbauen und in der Nacht ging ein heftiges Gewitter nieder. Laut Wetter-Apps sollten für die nächsten 3 Tage auf der Alpensüdseite heftige Unwetter folgen. Alles keine schönen Aussichten, dann doch lieber ab in die Bahn, auf die Alpennordseite und vielleicht noch ein paar Kilometer Tauernradweg unter die Räder nehmen. Doch die ÖBB hatte den Betrieb der Gailtalbahn ab Kötschach eingestellt und über die Alpen fährt nur noch der Railjet mit genau 5! Fahrradplätzen pro Zug. Die sind natürlich ein/ zwei Wochen im Voraus ausgebucht. Und das war die Mithilfe der ÖBB: wir durften den Alpe-Adria Trail von Süd nach Nord fahren. Heißt: hoch zur Tauernschleuse auf 1200m und auf der anderen Seite ab Bad Gastein Richtung Salzburg.

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In Bad Gastein hatte sich das Unwetter festgesetzt, im Gasteintal waren sogar Straßen gesperrt. So blieben wir noch einen Tag dort. Eine weise Entscheidung, wie die Wassermenge im berühmten Wasserfall und auch der Blick aus unserem Hotelzimmer zeigen.

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Die letzten Kilometer im Sattel gehörten dem Tauernradweg. Bei Sonnenschein ein Genuss.

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In Schwarzach St. Veit stand die S-Bahn nach Salzburg für uns bereit, ab Salzburg sind wir dann mit dem „Quer-durchs-Land-Ticket“ in Regionalbahnen über München, Treuchtlingen und Würzburg nach Frankfurt gefahren. Dauerte etwa 11 Stunden und war entspannend.

Wir sind in 15 Tagen über 1000km gefahren, die Höhenmeter haben wir noch nicht aufaddiert. Haben aber schon in der Planung keine Rücksicht auf Steigungen genommen, da kam bestimmt einiges zusammen. Frau Nyon hat uns im Großen und Ganzen super geführt, nur in Bayern scheinen die Radwege nicht elektronisch kartographiert zu sein. Weder Outdooractive noch Bosch konnte eine Route anhand der Radwege planen. In Südtirol sind die Radwege super in Schuss und gut beschildert. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es entlang einer Route immer. Mit dem eBike ist es auch nicht so schlimm, noch mal ein paar Extrakilometer zum nächsten Zeltplatz zu fahren. Die Doppelakkus haben sich bewährt, tagsüber Nachladen war nie notwendig. Und traue niemals Streckenbeschreibungen aus der Mountainbike- Szene!

Insgesamt war die Tour anstrengend, aber herrlich entspannend. Aber das Mantra des Radlers ist immer noch: „mein A….. tut weh, mein A….. tut weh ………..“

Topf-fit, das knallharte Landleben

Manche würden sagen, ein Ex-Frankfurter im Sauerland hat genug Land und Gegend um sich herum. Aber da gibt es Leute, die wohnen noch weiter oben auf dem Berg und haben noch mehr Landleben um sich herum: Klaus, der König der Herzen vom Saal und seine Königin der Malkunst, Michaela. Dort oben, auf dem hohen Saal, auf dem Falkenhof, da ist das Landleben knallhart.

Schon die Anfahrt hat es in sich: Gestrüpp, was jedem Dornröschenschloss Ehre machen würde, umringt weitläufig den hohen Berg. Die Folgen blieben nicht aus:

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Die Pumpe leistete heftig Widerstand, war wahrscheinlich verflucht, doch irgendwann war der Fluch des Landes überwunden. In dunklen Wäldern fanden sich dann sogar Wegweiser.

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Konnte man ihnen trauen? Bösartige Wesen reißen die Wegweiser immer wieder ab oder verstellen sie. Geister gelten in unserer Gegend eher als gutmütig, es müssen also Menschen sein, die von Neid und Missgunst getrieben sind.

Diese freundlichen knallharten Landbewohner waren es zumindest nicht:

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Und dieser auch nicht

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Endlich erreichten wir das kleine Königreich und mussten uns erst einmal von den Strapazen erholen. Seine Majestät selbst kredenzte uns das erste Bier nachdem wir auf dem Gästethron Platz nahmen.

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Das knallharte Landleben hat aber noch mehr zu bieten als Bier, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, es ist eine Galerie mit Bildern und Kunstwerken von Michaela, ein Kleinod in den wilden Weiten des sauren Landes.

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Nur Wurst gibt es keine. Die Falkenhöfler verhandelten knallhart mit den örtlichen Metzgern, keine Chemie sollte die edle Wurst verfälschen. Doch vergeblich, mit den Worten: „schmeckt ja sonst nicht“ verteidigten die Metzger ihre Lebensmittelzusätze.

Und fragt mal Michaela nach der neuen Topfwartungsverordnung. Wer eine Gastronomie betreibt, kennt irgendwann die absurdesten Verordnungen. Na ja, wir fuhren dann über den nächsten Berg topf-fit von dannen.

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Und wenn die Sunderner Behörden im Bereich Gastronomie und Landleben als völlig humorlos gelten, der Bürgermeister von Endorf ist es erst recht:

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So viel zum Ausflug aufs knallharte Land.

Wer das Königreich auf dem Saal besuchen will – und das empfehlen wir sehr – der findet mehr Infos HIER 

Von Zweien, die noch ein paar Kilometer nachholten – die „wer braucht schon die Alpen, wir haben den Main“ Urlaubstour

Obwohl wir wunderschöne Tage in Kärnten hatten, fühlten wir uns radeltechnisch noch nicht so richtig augelastet. Dem Hintern ging es einfach noch zu gut und so haben wir die Räder noch mal beladen und sind mit der Bahn nach Bamberg gefahren. Von dort wollten wir noch mal 3 Tage am Main längs, wollten mal sehen wie wie weit uns die Räder tragen werden. Die Bahnfahrt war unspektakulär, man sollte in Bayern nur nicht vergessen, Extra-Tickets für die Räder zu besorgen. In Hessen kosten die Räder nix.

In Bamberg führte der Weg erst mal ins Schlänkerla, ächt lecker Rauchbier und Haxe gab es dort.

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Es war der Radfahrermoral nicht so ganz zuträglich, aber am Kachelofen war es nun mal so schön.

Entgegen aller Wetterprognosen setzte sich das kühle Frühherbstwetter wieder durch, was auch dazu beitrug, sich mal wieder in der Zeit zurückversetzt zu fühlen.

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Man beachte die original 30er Jahre Biotonne.

Doch genug der Trödelei, der Mainradweg lockte uns aus Bamberg raus. Flott ging es voran, den üblichen Radlergruppen in Lycra war es wohl doch zu frisch, wir hatten also freie Fahrt. Doch nach kurzer Zeit gingen Moral, Kondition und Radellust wegen der Kälte, des ächt Schlänkerla Rauchbiers und der Haxe vor die Säue:

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Sau und Schweinehund lachten sich fast tot. Zum Abendessen gab es dafür dann Schnitzel in der Gaststätte zum Wal in Trennfurt. Das war alles so passend, dass wir zufrieden ins Bett fielen.

Was uns auch hier wieder auffiel: auch wenn die Hotels und Pensionen meistens keine ausgewiesenen Stellplätze für Fahrräder hatten, so gab sich jeder Wirt ausgesprochen Mühe, die Räder trocken und sicher unterzustellen. Manchmal wurde die private Garage geräumt, wenn es sein musste, auch von Familienmitgliedern. Oder die Waschküche. Irgendein guter Platz fand sich immer.

Am nächsten Morgen waren Rauchbier, Haxe und Schnitzel überwunden und der Schweinehund blieb bei den Säuen in Trennfurt. Das Wetter wurde besser und wir kamen von Bierfranken nach Weinfranken. Und die Weinfranken verstehen zu leben, es gab jede Menge lauschige Lokale am Wegesrand.

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Es war die beginnende Zwiebelkuchenzeit. Und im Lichte des Spätsommers wirkten die Städtchen auf dem Weg idyllischer als sonst.

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In Ochsenfurt, mitten in der Altstadt wurden wir sehr nett aufgenommen. Haus zum grünen Weinstock in historischem Ambiente.

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Ein echt krasser Gegensatz zur Gästeinformation:

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Fremder, kommst Du nach Ochsenfurt, sei herzlich willkommen, Du kommst hier nicht wieder weg……………………..

Nach einem sehr guten Frühstück und einem sehr netten Gespräch mit einem irischen Radfahrer in der Wohnküche der Wirtin machten wir uns auf nach Würzburg. Die Strandbar war noch geschlossen, die Kür somit verwehrt,

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also gab es dann die Pflicht und über die alte Brücke gingen wir dann hinein in die Stadt. In der Nähe dieser Brücke gibt es einen bewachten Fahrradparkplatz, gegen einen geringen Obulus kann man hier Rad und Gepäck ruhigen Gewissens zurücklassen.

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Nur 10 Kilometer weiter waren wir dann im Himmelreich. Hier hängen die Trauben hoch, der Reisende darf alle Sorten probieren, so er denn dran kommt. Freundlicherweise stellen die Himmelsbewohner aus Himmelreich eine kleine Leiter zur Verfügung.

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Das war interessant und lecker und eine andere Art Himmelreich gab es dann ein paar Kilometer weiter:

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Ja ja, die Franken wissen, wie es geht und dieser Weg, er wird dann ein leichter sein:

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Wir kamen bis Gemünden am Main. Von hier geht die Bahnlinie direkt nach Frankfurt, eine Stunde später kamen wir dort am Hauptbahnhof an.

In diesem Sommer, dem Sommer 2014 fuhren wir mehr als 800 km durch halb Deutschland. Geprägt durch viele Tourenberichte hatten wir die eine oder andere Erwartung an Strecke und Landschaft. Mainradweg, liebliches Taubertal, romantisches Altmühltal, Isarradweg, Mangfallradweg – nur der Mainradweg war in unserer Wahrnehmung richtig schön. Am Mainradweg stimmt fast alles: er ist fast immer direkt am Main, die Ortsdurchfahrten führen immer durch die wunderbaren Altstädte, es gibt viele Unterkünfte und auch eine touristische Infrastruktur in Form von netten Gartenlokalen und Straußenwirtschaften, Eisdielen, Hinweisen zu Übernachtungsmöglichkeiten am Wegesrand etc. .

Mit dem S-Pedelec eckten wir kein einziges Mal an, wir haben uns mit den Geschwindigkeiten immer an den Verkehr angepasst. Und wenn die Bahn mal wirklich frei ist, kann man halt mal ein paar Kilometer schnell hinter sich bringen. Manchmal zu schnell, im Rückblick kommen uns manche Abschnitte wie ein Film vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Velo Frankfurt

Natürlich mussten wir der Velo Frankfurt auch einen Besuch abstatten. Verhieß das Programm doch, dass dort nicht nur die üblichen Verdächtigen wie die Fahrradhersteller zu finden sind, sondern auch kleine und feine Manufakturen, die sich mit dem Thema Fahrrad und Fahrradfahrer beschäftigen. Zum Beispiel ausgefallene Taschen:

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Kindersitze und Taschen am passenden Bike für den nächsten Nordsee-Familienurlaub:

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Lastenbikes und Lastenbike- Konzepte:

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Lösungen für Familien mit Zwillingen:

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Das ist zwar sehr interesant, aber nur für Minimalisten. Wir mögen es selbst einen Tick komfortabler:

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Und dann gabe es noch Schmuckstücke fürs Wohnzimmer und zum Cruisen von Teamwork 46 :

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