2xAlpX – der doppelte Alpencross: Wege und Routen mit dem Speedpedelec

Habe ich es schon erwähnt? Ich bin jetzt Mitglied im Wrider´s Club und damit Influencer. Diese Bloggerbase ist eine tolle Sache, hier haben Enthusiasten und Anwender eine mit der Industrie interaktive Plattform. Mal sehen, wie es mit dem influenzen so klappt. Gerade beim Thema Speedpedelec ist da noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

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Nicht durch eine Laune der Natur, sondern wegen Unkenntnis und Ignoranz des Behördenapparates und seiner Entscheider wird unser Speedpedelec mit einem Motorroller gleichgestellt. Obwohl der einzige technische Unterschied, wohlgemerkt einzige Unterschied zu einem 25er Pedelec darin besteht, dass der Motor bei 25 km/h nicht abregelt. Wir wurden oft darauf angesprochen bzw. in den Bergen von anderen Bikern blöd angemacht, deshalb noch mal zum Mitschreiben: dat Ding hat keinen Gasgriff! Man muss treten! Und zwar ordentlich! Bergauf mehr als mit dem CX. Und es stinkt nicht und macht keinen Krach.

Deshalb habe ich keine Hemmungen, eine Tour auf Radwegen, Forstwegen und auch Singletrails zu planen. Als verantwortliche Erwachsene über 50 sind wir in der Lage, rücksichtsvoll zu fahren. Und innerorts wird auf der Straße gefahren. Mit breitem Kreuz und Selbstbewusstsein. Auch wenn´s dem deutschen Autofahrer nicht gefällt.

Die Route durch Hessen bis nach BW hinein habe ich mit dem alten! Radroutenplaner Hessen geplant ( den Neuen habe sie verschlimmbessert, gibt längere Routen aus ).

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Wir haben Tante Nyon im Einsatz, deshalb habe ich alle geplanten Routen ins eBike- Connect als GPX hochgeladen.

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Für alle weiteren Planungen habe ich mich für Outdooractive entschieden. Der Routenplaner für Baden-Württemberg gibt merkwürdige Routen raus und Bayern hat erst gar keinen für das normale Radwegenetz, nur für Fernradwege. Auch für Österreich und Südtirol war  Outdooractive am detailliertesten. Im Gegensatz zu Koomot lassen sich bei Outdooractive die Routen als GPX exportieren.

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Die Bosch-Connect-Routenplanung kam nicht in Frage, für ein Speedpedelec werden meistens nur StVO – konforme Routen geplant, also Straßen. Diese Info wird wohl beim Synchronisieren gesetzt. Kurioserweise gab es Ausnahmen, die eher zufällig waren als bestimmten Regeln zu folgen, also unverlässlich waren. Mit den importierten GPX zeigte uns Tante Nyon überwiegend den richtigen Weg. Manchmal schienen die Kartenbasis der Planer und Bosch etwas unterschiedlich zu sein, dann war Tante Nyon lost in Space:

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Und die Realität am Starmberger See:

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Eines war richtig schlecht: das beschilderte Radwegenetz in Bayern und teilweise auch in Österreich scheinen nicht digitalisiert zu sein. Weder Outdooractive noch Bosch haben uns auf den beschilderten Radwegen geführt, sondern oft über Straßen. Blöd, wenn man sich Ortsnamen beim Planen nicht notiert. Und die alte Nyon Software das Verschieben der Karte zur Orientierung nicht zugelassen hat. Wir mussten uns manches Mal entscheiden, ob wir den Schildern oder Tante Nyon folgen sollten. Das Navi hatte noch einen Nachteil: Tante Nyon zeigt nicht immer die Ortsnamen an, so wussten wir oft nicht, wo genau wir waren.

Überhaupt Bayern: abseits der Fernradwege nicht unbedingt das Land des Radlers. Je nach Landkreis war die Beschilderung gut oder grottenschlecht. Das galt auch für die Wege: mal super Radweg, im nächsten Landkreis eine zufällige Zusammenstellung von Wirtschaftswegen. Hessen und BW sind da durchgängiger. Bayern ist definitiv Autoland.

In Österreich gibt es in den Tälern meist gute Radwege, allerdings etwas unauffällig beschildert.

In Südtirol, besonders im Eisack-, Puster- und Drautal haben die Behörden richtig investiert. An den Straßen große Hinweisschilder zu den Radwegen, durchgängig auffällige Beschilderung oder Richtungszeichen auf dem Asphalt, tolle Wegeführung abseits der Hauptstrassen, gute Routeninfos. Sogar Verkehrszähler gibt es.

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Fazit: wenn es der Speedpedelecbiker nicht allzu ernst mit der StVO nimmt, kann er mit Hilfe der Routenplaner und Tante Nyon sorgenfrei wunderbare Routen fahren. Auf den Straßen sowohl inner- als auch außerorts bleibt es zwiespältig: offensichtlich löst ein Speedpedelec beim normalen Autofahrer, aber besonders dem Deutschen im Ausland, eine Art Zwang zum Überholen aus. Und wenn das bedeutet, dass man 20cm Abstand hält, innerorts auf 80 beschleunigen muss, 60 in einer 30er Zone fährt oder Verkehrsinseln streift, Hauptsache vorbei. Wir waren immer froh, wieder auf den Radwegen, Forstwegen oder Singletrails zu fahren. Hier ist Lobbyarbeit bzw. heftiges Influencen nowendig.

3 Kommentare zu „2xAlpX – der doppelte Alpencross: Wege und Routen mit dem Speedpedelec

  1. Hallo Martin,

    ich kann mich deinen Ausführungen in Sachen S-Pedelec nur anschließen. Fahre auch seit letztes Jahr S-Pedelec und bin hellauf begeistert. Ich warte schon sehnsüchtig auf em R-M Charger. Damit ich hoffentlich in meinem Urlaub einen länger Tour machen kann.

    Viele Grüße aus der Wetterau 🙂
    Andreas

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    1. Eigentlich wollte ich dem Limesradweg radeln… Wollte am Samstag oder Sonntag los. Aber da ich keine Erfahrung habe, wie das mit der Reichweite bei 500 Wh aussieht – werde ich mich spontan entscheiden was ich mache. Mein Kalkhoff S-Pedelc hat 600 Wh – ist aber leider nicht so Waldweg und Schotter tauglich … Aber wie heißt es so schön, Vorfreude ist die schönste Freude 😀

      Viele Grüße,
      Andreas

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