Nach Kärnten oder von Zweien, die auszogen, die Alpen zu überqueren – Tag 1

Die erste Fahrt mit dem vollbeladenen Bike war richtig gut. Niemand ist umgefallen und falls einen von uns mal ein Schwächeanfall ereilen sollte, gibt es ja eine Anfahrts- und Schiebehilfe. Auf bekannten Wegen ging es hinunter zum Main. Dort frischte der Wind auf, die Wolken wurden dichter, der Wettergott hatte da wohl was verwechselt. Wir bettelten den Fährmann in Höchst an, uns trotz Sturmwarnung noch überzusetzen.

 

Kann sein, dass ich hier etwas übertreibe, nur ein bisschen, also ganz wenig…….. aber auf dem Bild sieht es freundlicher aus, als es war. Der Wind frischte auf und die Temperaturen fielen. Mit Rückenwind ging es dann vorbei am Gerippten, einem der Frankfurt Wahrzeichen. Mit den aufziehenden dunklen Wolken erinnerte es mich irgendwie an die Ghostbusters.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und tatsächlich galt es jetzt, sehr tapfer zu sein, auch ohne die Hilfe der Ghostbusters: die Frankfurter mussten durch Offenbach. Offenbach, das ist wie Schalke zu Dortmund, wie Düsseldorf zu Köln, das ist für einen Frankfurter so etwas wie der peinliche Onkel, der bei Familienfeiern draussen an der Tür klopft und drinnen alle so tun, als wäre keiner da. Überraschung: in Offenbach leben richtige Leute. Und die haben sogar richtig schöne Ideen, wie diesen Großstadtgarten:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Offenbach lag schnell hinter uns. Vor Aschaffenburg – oder Aschebersch – kam dann der „Point of no return“ . Die Akkukapazität würde nicht mehr bis zurück nach Hause reichen. Es ging also nur vorwärts bis zum geplanten Bett&Bike in Obernburg, welches wir uns auf der Mainradweg-App ausgesucht hatten. Der eine nahm´s gelassen:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

die andere zeigte ihre Tapferkeit durch zusätzliche Gymnastikübungen:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Gegenüber des Aschebescher – Ihr erinnert Euch? – Schlosses spielten die Musiker des Afrika Festival tapfer gegen die gar unafrikanischen Temperaturen an. Über allem lag ein Haschdunst, der bis zum altehrwürdigen Schloss zog.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der Tag endete dann noch etwas anstrengend. Die Hälfte der in der App angezeigten Bett&Bike Pensionen existierte nicht mehr, die andere Hälfte war ausgebucht. Wir waren schon 110km unterwegs und hatten nur noch Saft für 25 km. Es waren herbstliche 13 Grad und der A…… brummte. Trotzdem weiter, Zelten schien nicht so wirklich attraktiv. Kurz bevor unser eigener Akku leer war und wir die letzten Elektronen aus dem Akku der Bikes herausgequetscht haben, wurden wir mit viel Liebe im Hotel Liebe in Erlenbach am Main aufgenommen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s