Dies ist Werbung – aus voller Überzeugung

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Ich hatte einen Unfall. Ganz ohne Fremdeinwirkung, einfach so aus heiterem Himmel. Nach dem Losfahren an einer Ampel bin ich beim Einbiegen auf die Hauptstraße auf einem Ölfleck ausgerutscht und voll auf den Asphalt geknallt. Wenn ich auf dem Rad sitze, ist die Fallhöhe meines Kopfes etwa 1,80 – 1,90 Meter. Und ich bin ordentlich mit dem Kopf aufgeschlagen. So wie wenn ich einen Kopfsprung vom Beckenrand eines Schwimmbades in die falsche Richtung gemacht hätte. Mit Anlauf! Denn ich hatte etwa 20 – 25 km/h drauf.

Eigentlich wollte ich um diese Zeit einen ausführlichen Bericht über meinen Testhelm, den Bexley von Giro, schreiben. Über die hervorragende Passform. Dass man, wenn man die Lüftung schließt, bei minus 5 Grad nicht unbedingt eine Mütze darunter tragen muss und der Kopf und die Ohren schön warm bleiben. Dass das Visier bei Schneeregen sehr, sehr nützlich ist. Dass ich immer wieder von Mitradlern und auch Autofahrern auf die tolle Sichtbarkeit hingewiesen werde. Und zu guter Letzt darüber, dass ich gerade im Winter ein echt sicheres Gefühl hatte.

Statt des Berichts hier nun Werbung für den Helm und die Helmnorm NTA8776, nach der der Bexley getestet wurde.

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Es gab ein paar Kratzer am Bexley. Das ist alles! Kein Schädelbrummen, keine schmerzhafte Stelle am Aufschlagpunkt. Das kenne ich anders: mein letzter Unfall war ganz ähnlich, nur war es Rauhreif statt Öl. Der Helm erfüllte seine Funktion, allerdings zerbrach die Schale und ich hatte eine leichte Beule und 3 Tage Schädelbrummen.

Die Jungs von GIRO bzw. die Entwickler des MIPS (  Multi Directional Impact Protection System, beste Erklärung im Netz hier ) haben ganze Arbeit geleistet. Da statische Schläge unrealistisch sind und man meist in einem Winkel auf den Boden oder anderen Hindernissen auftrifft wurde das MIPS System entwickelt. Es absorbiert sowohl statische Kräfte als auch Rotationskräfte.

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Und es funktioniert: beim Aufprall merkte ich, wie der Impuls über den ganzen Helm verteilt wurde. So habe ich nur gemerkt, dass ich mit dem Kopf aufgeschlagen bin, aber nicht genau, mit welcher Stelle meines Kopfes. Das habe ich erst an den Kratzern gesehen.

Äußerlich hat der Helm keine Beschädigung.  Manche Hersteller ersetzen Unfallhelme oder geben hohe Rabatte auf einen Neukauf, da sie die Helme nach Unfällen untersuchen wollen. Jetzt werde ich mit der Grofa bzw. Giro klären, ob sie auch so halten.

Mein Fazit: es macht Sinn, als Speedpedelecbiker beim Helmkauf darauf zu achten, dass der Helm nach NTA8776 getestet ist. Ohne im Einzelnen darauf einzugehen: hier werden 20% höhere Aufprallgeschwindigkeiten = 40% höhere Dämpfung verlangt. Darüber hinaus sollte man bei allen Helmen darauf achten, dass es eine extra Schale zur Kraftverteilung gibt, ob sie nun MIPS oder Koroyd ( wie bei meinem Sommerhelm von Endura ) heißt.


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